Nachhaltiger Einkauf

Milch und Milchprodukte

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender:

»Die Regenwaldzerstörung, die daraus resultierenden sozialen Konflikte und der Klimawandel erfordern einen Kurswechsel. Statt die Agrarproduktion weiter anzukurbeln, muss die Milch- und Fleischmenge dringend an den Bedarf der europäischen Verbraucher angepasst werden. Mehr Milch auf den Markt zu bringen, ist ökologisch und sozial unverantwortlich. Die Politik muss endlich ambitionierte Klimaziele auch für die Landwirtschaft vorgeben. Mehr Klimaschutz ist aber nur mit weniger Tierhaltung zu machen. Dazu muss die Zahl der gehaltenen Tiere an die Flächen des jeweiligen Hofes gebunden werden.«


Nutztierhaltung hat einen erheblichen Einfluss auf das Klima. Ökologische Tierhaltung ist dagegen klimafreundlicher, wie das Beispiel der Biobauern zeigt. Sie setzen für Futtermittel weder mineralische Stickstoffdünger ein, noch importiertes Kraftfutter.


TIPP:

• Achte auf die Gütezeichen! Nur so kannst du sicher sein, dass die Milch nicht gentechnisch verändert wurde!
• Bio-Milch ist nicht immer Frischmilch!
• In der Regel wird Bio-Milch mit dem sechseckigen Bio-Siegel verkauft!
• Bevorzuge Bio-Käse!
• Achte bei Joghurt auf die empfohlenen Gütezeichen!
• Kaufe keine Milchprodukte mit dem Hinweis wärmebehandelt!
• Milchprodukte verursachen aufgrund der hohen Verzehrmenge einen erheblichen Teil der ernährungsbedingten Treibhausgase!
• Achte auf die Art der Verpackung. Fast alle Bio-Molkereien bieten Joghurt in Mehrweg-Gläsern an!


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